Meldebestand berechnen heißt, die Bestandsmenge festzulegen, bei der Du nachbestellen musst, damit die neue Lieferung ankommt, bevor das Regal leer ist. Die Formel ist einfach: durchschnittlicher Verbrauch pro Tag mal Wiederbeschaffungszeit plus Sicherheitsbestand. Schwierig wird es erst bei den Eingabewerten – und genau dort entstehen die meisten Fehlbestände.
Mit dem Rechner unten bekommst Du Deinen Meldebestand in einer Minute. Danach erfährst Du, wie Du Verbrauch und Lieferzeit richtig ermittelst, welche drei Methoden es für den Sicherheitsbestand gibt und wie Du den Meldebestand im Alltag pflegst, ohne jede Woche neu zu rechnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Formel: Meldebestand = Ø Tagesverbrauch × Wiederbeschaffungszeit + Sicherheitsbestand.
- Der Meldebestand wird auch Bestellpunkt genannt. Er liegt immer über dem Sicherheitsbestand, der eisernen Reserve.
- Die Wiederbeschaffungszeit umfasst mehr als die Lieferzeit: auch Bestellen, Wareneingang und Einräumen.
- Verbrauch und Lieferzeit ändern sich. Ein Meldebestand, der einmal berechnet und nie überprüft wird, ist nach einem Jahr meist falsch.
Inhalt: Meldebestand-Rechner · Begriffe · Formel · Beispiele · Sicherheitsbestand berechnen · Höchstbestand und Bestellmenge · Servicefahrzeug · Excel · Praxis-Tipps · Typische Fehler · Mit Scanwiz · FAQ
Meldebestand-Rechner: in einer Minute zum Bestellpunkt
Trag Deinen durchschnittlichen Verbrauch, die Wiederbeschaffungszeit und den gewünschten Sicherheitspuffer ein. Der Rechner zeigt Dir sofort Meldebestand, Sicherheitsbestand und – wenn Du eine übliche Bestellmenge angibst – den Höchstbestand.
Durchschnitt der letzten Wochen oder Monate, nicht der Spitzenwert
Von der Bestellung, bis der Artikel einsatzbereit im Regal liegt
Reserve für Lieferverzug und unerwarteten Mehrverbrauch
Für die Berechnung des Höchstbestands
Dein Meldebestand
– Stück
- Ø Verbrauch pro Arbeitstag–
- Verbrauch während der Wiederbeschaffung–
- Sicherheitsbestand–
- Höchstbestand–
Bestelle nach, sobald der Bestand auf – Stück fällt. In Scanwiz trägst Du diesen Wert als Mindestbestand ein – dann landet der Artikel automatisch auf der Einkaufsliste.
Rechnung mit 5 Arbeitstagen pro Woche und 21 pro Monat · Ergebnisse auf ganze Stück aufgerundet · Höchstbestand = Sicherheitsbestand + Bestellmenge
Was ist der Meldebestand? Die Begriffe im Überblick
Der Meldebestand ist die Bestandsmenge, bei deren Erreichen eine Bestellung ausgelöst wird. Er ist so bemessen, dass der Restbestand den Verbrauch bis zum Eintreffen der neuen Ware abdeckt – und dass dann noch der Sicherheitsbestand übrig ist. In der Literatur heißt er auch Bestellpunkt, Bestellgrenze oder Meldemenge; das Verfahren dahinter ist das Bestellpunktverfahren.
| Begriff | Bedeutung | Frage, die er beantwortet |
|---|---|---|
| Sicherheitsbestand (eiserne Reserve, oft auch Mindestbestand) | Puffer, der nur bei Lieferverzug oder Mehrverbrauch angegriffen wird | Wie viel Reserve brauche ich für Überraschungen? |
| Meldebestand (Bestellpunkt) | Bestand, bei dem nachbestellt wird | Wann bestelle ich? |
| Bestellmenge | Menge, die pro Bestellung geordert wird | Wie viel bestelle ich? |
| Höchstbestand | Bestand direkt nach dem Wareneingang, Obergrenze fürs Regal | Wie viel darf maximal liegen? |
Achtung bei den Begriffen: „Mindestbestand“ wird uneinheitlich verwendet. In der Betriebswirtschaft meint er meist den Sicherheitsbestand. In vielen Lagerprogrammen – auch in Scanwiz – ist der „Mindestbestand“ dagegen die Schwelle, ab der ein Artikel auf die Einkaufsliste kommt. Dort gehört also der Meldebestand hinein, nicht der Sicherheitsbestand.
Bestellpunkt- oder Bestellrhythmusverfahren?
Der Meldebestand gehört zum Bestellpunktverfahren: Bestellt wird, sobald eine bestimmte Menge erreicht ist – egal an welchem Tag. Die Alternative ist das Bestellrhythmusverfahren: Bestellt wird zu festen Terminen, etwa jeden Montag, und zwar die Menge, die bis zum Höchstbestand fehlt. Der Rhythmus passt gut zu Lieferanten mit festen Tourentagen. Der Bestellpunkt reagiert dagegen schneller auf schwankenden Verbrauch und ist für die meisten Lager in Handwerk, Praxis und Werkstatt die flexiblere Wahl. Viele Betriebe kombinieren beides: Meldebestand als Auslöser, Bestellung gesammelt am nächsten Liefertag.
Meldebestand Formel: so setzt sie sich zusammen
Meldebestand = Ø Tagesverbrauch × Wiederbeschaffungszeit + Sicherheitsbestand
Die Formel hat drei Bausteine. Jeder davon verdient einen genauen Blick:
- Durchschnittlicher Tagesverbrauch: Nimm den Verbrauch eines repräsentativen Zeitraums – etwa der letzten drei Monate – und teile ihn durch die Arbeitstage. Spitzen fängt der Sicherheitsbestand ab, nicht der Durchschnitt.
- Wiederbeschaffungszeit: Die Zeit von dem Moment, in dem der Meldebestand erreicht ist, bis die neue Ware einsatzbereit im Regal liegt. Dazu gehören interne Bearbeitung und Freigabe, die Lieferzeit des Lieferanten, der Versand sowie Wareneingang und Einlagerung.
- Sicherheitsbestand: Die Reserve für alles, was nicht nach Plan läuft. Wie Du ihn berechnest, zeigt der Abschnitt Sicherheitsbestand berechnen.
Ganz wichtig: Verbrauch und Wiederbeschaffungszeit müssen in derselben Zeiteinheit gerechnet werden. Wer den Verbrauch pro Arbeitstag nimmt, muss auch die Lieferzeit in Arbeitstagen angeben. Ein Lieferant, der „in einer Woche“ liefert, braucht fünf Arbeitstage – nicht sieben.
Meldebestand berechnen: zwei Beispiele aus der Praxis
Beispiel 1: Schrauben im Handwerksbetrieb
Ein Schreinerbetrieb verbraucht von einer Spanplattenschraube 4 × 40 mm im Schnitt 200 Stück pro Woche. Der Großhändler liefert in drei Arbeitstagen, dazu kommen ein Tag für die Bestellung und ein Tag für Wareneingang und Einräumen. Als Puffer sollen drei Arbeitstage reichen.
| Ø Tagesverbrauch | 200 Stück ÷ 5 Arbeitstage = 40 Stück |
| Wiederbeschaffungszeit | 1 + 3 + 1 = 5 Arbeitstage |
| Sicherheitsbestand | 40 Stück × 3 Tage = 120 Stück |
| Meldebestand | 40 × 5 + 120 = 320 Stück |
| Höchstbestand bei Bestellmenge 1.000 | 120 + 1.000 = 1.120 Stück |
Sobald nur noch 320 Schrauben im Regal liegen, wird nachbestellt. Bis die neue Lieferung da ist, werden rund 200 verbraucht – die übrigen 120 sind die Reserve.
Beispiel 2: Untersuchungshandschuhe in der Arztpraxis
Eine Praxis verbraucht 60 Boxen Nitrilhandschuhe im Monat. Der Fachhandel liefert in drei Arbeitstagen, die Bestellung geht noch am selben Tag raus. Weil Handschuhe in der Praxis nie ausgehen dürfen, wird ein großzügiger Puffer von fünf Arbeitstagen gewählt.
| Ø Tagesverbrauch | 60 Boxen ÷ 21 Arbeitstage ≈ 2,9 Boxen |
| Wiederbeschaffungszeit | 3 Arbeitstage |
| Sicherheitsbestand | 2,9 × 5 ≈ 15 Boxen (aufgerundet) |
| Meldebestand | 9 + 15 = 24 Boxen |
Gerade bei Artikeln mit Verfallsdatum lohnt es sich, den Sicherheitsbestand nicht zu hoch zu wählen – sonst läuft Ware ab, bevor sie verbraucht wird. Wie Du Chargen und Verfallsdaten im Griff behältst, zeigt der Beitrag zur Chargenverwaltung.
Sicherheitsbestand berechnen: drei Methoden
Der Sicherheitsbestand entscheidet darüber, wie oft Dir ein Artikel trotz Meldebestand ausgeht – und wie viel Kapital im Regal liegt. Es gibt drei gängige Wege, ihn festzulegen:
1. Sicherheitstage (einfach)
Sicherheitsbestand = Ø Tagesverbrauch × Anzahl Puffertage
Du legst fest, wie viele Tage Verbrauch als Reserve im Lager liegen sollen – zum Beispiel drei Tage bei zuverlässigen Lieferanten, eine Woche bei unsicheren. Diese Methode nutzt auch der Rechner oben. Sie ist für die meisten Betriebe der beste Einstieg.
2. Maximal-Methode (vorsichtig)
Sicherheitsbestand = (max. Tagesverbrauch × max. Lieferzeit) − (Ø Tagesverbrauch × Ø Lieferzeit)
Sie deckt den ungünstigsten Fall ab: höchster Verbrauch und längste Lieferzeit gleichzeitig. Im Schraubenbeispiel mit maximal 60 Stück pro Tag und maximal 8 Tagen Lieferzeit ergibt das (60 × 8) − (40 × 5) = 280 Stück. Die Methode ist sicher, aber kapitalintensiv – sinnvoll für Artikel, deren Fehlen den Betrieb stoppt.
3. Statistische Methode (genau)
Sicherheitsbestand = z × σ × √Wiederbeschaffungszeit
Dabei ist σ die Standardabweichung des Tagesverbrauchs und z der Faktor für den gewünschten Servicegrad: etwa 1,65 für 95 Prozent, 2,33 für 99 Prozent. Bei einer Standardabweichung von 10 Stück und 5 Tagen Wiederbeschaffungszeit ergibt sich für 95 Prozent: 1,65 × 10 × 2,24 ≈ 37 Stück. Die Methode braucht saubere Verbrauchsdaten und lohnt sich vor allem für teure Artikel mit schwankendem Bedarf.
| Methode | Aufwand | Gut geeignet für |
|---|---|---|
| Sicherheitstage | Gering | Den Großteil der Artikel, besonders C-Artikel |
| Maximal-Methode | Mittel | Kritische Artikel, deren Fehlen den Betrieb stoppt |
| Statistisch | Hoch, braucht Verbrauchshistorie | Teure A-Artikel mit schwankendem Verbrauch |
Höchstbestand und Bestellmenge
Der Meldebestand sagt Dir, wann Du bestellst. Wie viel Du bestellst, hängt an der Bestellmenge – und daraus ergibt sich der Höchstbestand:
Höchstbestand = Sicherheitsbestand + Bestellmenge
In der Praxis bestimmen oft Verpackungseinheiten, Mindestbestellwerte oder Staffelpreise die Bestellmenge. Wer es genauer wissen will, nutzt die Andler-Formel für die optimale Bestellmenge: √(2 × Jahresbedarf × Bestellkosten ÷ Lagerkosten pro Stück und Jahr). Bei 10.000 Schrauben im Jahr, 30 Euro Kosten pro Bestellung und 6 Cent Lagerkosten pro Stück und Jahr ergeben sich rund 3.160 Stück. Für Verbrauchsmaterial im Handwerk reicht meist eine pragmatische Menge, die zum Platz im Regal und zur Packungsgröße passt.
Sonderfall Servicefahrzeug: Meldebestand für das rollende Lager
Im Handwerk liegt ein großer Teil des Materials nicht im Hauptlager, sondern im Transporter. Für das Fahrzeug gilt dieselbe Formel, nur die Bausteine sehen anders aus: Die „Wiederbeschaffungszeit“ ist die Zeit bis zum nächsten Auffüllen aus dem Hauptlager, und der Verbrauch ist der des Monteurs, der mit dem Fahrzeug unterwegs ist.
Ein Beispiel: Ein Sanitärmonteur verbraucht im Schnitt 6 Pressfittings eines Typs pro Tag. Das Fahrzeug wird zweimal pro Woche im Lager aufgefüllt, also spätestens alle drei Arbeitstage. Als Puffer reicht ein Tag, weil der Monteur im Notfall beim Großhändler auf dem Weg nachkaufen kann.
- Verbrauch bis zum nächsten Auffüllen: 6 × 3 = 18 Stück
- Sicherheitsbestand: 6 × 1 = 6 Stück
- Meldebestand im Fahrzeug: 24 Stück – fällt der Bestand darunter, kommt der Artikel auf die Packliste für die nächste Auffüllung.
Der Vorteil eines eigenen Meldebestands je Fahrzeug: Das Hauptlager sieht, was in welchem Transporter fehlt, und der Monteur steht nicht beim Kunden ohne das passende Teil. Wie Fahrzeuge als eigene Lagerorte funktionieren, zeigt die Seite Werkzeugverwaltung.
Meldebestand in Excel berechnen
Wer seine Artikel noch in einer Tabelle führt, kann den Meldebestand dort mit wenigen Spalten berechnen lassen. Angenommen, in Spalte B steht der Verbrauch pro Woche, in C die Wiederbeschaffungszeit in Arbeitstagen und in D die Puffertage:
| Spalte | Inhalt | Formel (Zeile 2) |
|---|---|---|
| E | Ø Tagesverbrauch | =B2/5 |
| F | Sicherheitsbestand | =AUFRUNDEN(E2*D2;0) |
| G | Meldebestand | =AUFRUNDEN(E2*C2;0)+F2 |
| H | Nachbestellen? | =WENN(I2<=G2;"JA";"") mit dem aktuellen Bestand in Spalte I |
Das funktioniert – solange jemand den aktuellen Bestand in Spalte I zuverlässig pflegt. Genau daran scheitern die meisten Excel-Lösungen: Entnahmen werden vergessen, die Datei liegt bei einer Person, und eine Warnung kommt nur, wenn jemand die Tabelle öffnet. Eine Lagerverwaltung bucht Entnahmen beim Scannen und meldet sich von selbst, sobald der Meldebestand erreicht ist.
Meldebestand in der Praxis: 6 Tipps
- Je Lagerort rechnen: Jedes Servicefahrzeug oder Außenlager braucht seinen eigenen Meldebestand. Dort ist die „Lieferzeit“ oft die Zeit bis zur nächsten Fahrt ins Hauptlager.
- Auf Packungseinheiten runden: Wird in 100er-Kartons geliefert, lohnt es sich, den Meldebestand auf ganze Kartons aufzurunden.
- Saison berücksichtigen: Streusalz, Frostschutz oder Klimaanlagen-Zubehör haben im Jahresverlauf ganz unterschiedliche Verbräuche. Passe den Meldebestand vor der Saison an.
- Quartalsweise überprüfen: Haben sich Verbrauch oder Lieferzeiten verändert? Ein kurzer Blick auf die wichtigsten Artikel verhindert, dass alte Werte still weiterlaufen.
- Mit A-Artikeln anfangen: Nicht jeder Artikel braucht eine genaue Berechnung. Beginne mit den teuren und kritischen Artikeln; für den Rest reichen Sicherheitstage.
- Entnahmen sofort buchen: Der beste Meldebestand nützt nichts, wenn der gebuchte Bestand nicht stimmt. Wie das ohne Zettel klappt, steht im Leitfaden Verbrauchsmaterial im Lager digital verwalten.

5 typische Fehler beim Meldebestand
- Nur die Lieferzeit gerechnet: Die Tage für Bestellung, Freigabe und Einräumen fehlen – und die Ware kommt regelmäßig einen Tag zu spät.
- Kalender- und Arbeitstage gemischt: Verbrauch pro Arbeitstag, Lieferzeit in Kalendertagen – das Ergebnis ist um rund 40 Prozent zu hoch.
- Sicherheitsbestand statt Meldebestand hinterlegt: Wer im System die eiserne Reserve als Bestellschwelle einträgt, bestellt erst, wenn die Reserve schon angegriffen ist.
- Einmal berechnet, nie überprüft: Verbrauch und Lieferzeiten verändern sich – der Meldebestand von vor zwei Jahren passt selten noch.
- Bestand stimmt nicht: Nicht gebuchte Entnahmen lassen den Meldebestand nie auslösen. Die Lösung ist keine neue Formel, sondern eine saubere Buchung und regelmäßige Inventur.
Meldebestand mit Scanwiz: Nachschub, der sich selbst meldet
In Scanwiz hinterlegst Du den berechneten Meldebestand als Mindestbestand – je Artikel und je Lagerplatz. Den Rest übernimmt das System:
- Automatische Einkaufsliste: Sobald ein Artikel unter seinen Mindestbestand fällt, erscheint er auf der Einkaufsliste – gruppiert nach Lieferant.
- Bestellung per Klick: Mit vorgeschlagener Bestellmenge, die Du vor dem Absenden anpassen kannst. Weitere Artikel desselben Lieferanten bestellst Du gleich mit.
- Je Lagerort: Hauptlager, Außenlager und jedes Fahrzeug bekommen ihren eigenen Mindestbestand.
- Bestand, der stimmt: Entnahmen werden per Scan am Regal gebucht – mit dem Handy, auch offline. So löst der Meldebestand auch tatsächlich aus.
- Fragen statt suchen: Mit Scanwiz AI Connect fragst Du in normaler Sprache, etwa „Welche Artikel sind unter Mindestbestand?“.

Deine Artikel samt Mindestbeständen übernimmst Du per Excel-Import. Mehr zur Lagerverwaltung findest Du auf der Seite Lagerverwaltungssoftware, alle Module unter Funktionen. Scanwiz nutzen über 250 Betriebe, bewertet mit 4,9 von 5 Sternen aus über 120 Bewertungen auf Capterra, GetApp und G2.
Häufige Fragen zum Meldebestand
Wie berechnet man den Meldebestand?
Mit der Formel Meldebestand = durchschnittlicher Tagesverbrauch × Wiederbeschaffungszeit + Sicherheitsbestand. Bei 40 Stück Verbrauch pro Tag, 5 Tagen Wiederbeschaffungszeit und 120 Stück Sicherheitsbestand liegt der Meldebestand bei 320 Stück.
Was ist der Unterschied zwischen Meldebestand und Mindestbestand?
Der Mindestbestand ist in der Betriebswirtschaft meist die eiserne Reserve, also der Sicherheitsbestand. Der Meldebestand liegt darüber und ist die Schwelle, bei der nachbestellt wird. In vielen Lagerprogrammen heißt das Feld für die Bestellschwelle allerdings „Mindestbestand“ – dort gehört dann der Meldebestand hinein.
Was gehört zur Wiederbeschaffungszeit?
Die gesamte Zeit vom Erreichen des Meldebestands bis die Ware einsatzbereit im Regal liegt: interne Bearbeitung und Freigabe der Bestellung, Lieferzeit des Lieferanten, Transport sowie Wareneingangsprüfung und Einlagerung.
Wie hoch sollte der Sicherheitsbestand sein?
Das hängt davon ab, wie zuverlässig Lieferant und Verbrauch sind und wie schlimm ein Fehlbestand wäre. Für den Einstieg reichen meist zwei bis fünf Tage Verbrauch. Für kritische Artikel eignet sich die Maximal-Methode, für teure Artikel mit schwankendem Bedarf die statistische Methode.
Wie oft sollte ich den Meldebestand überprüfen?
Für die wichtigsten Artikel einmal pro Quartal, für alle anderen einmal im Jahr und immer dann, wenn sich Lieferant, Lieferzeit oder Verbrauch spürbar ändern – zum Beispiel vor einer Saison.
Kann der Meldebestand automatisch eine Bestellung auslösen?
Ja, mit einer Lagerverwaltung wie Scanwiz. Fällt der Bestand unter den hinterlegten Wert, erscheint der Artikel auf der Einkaufsliste, gruppiert nach Lieferant, und die Bestellung geht per Klick raus. Voraussetzung ist, dass Entnahmen zeitnah gebucht werden.
Fazit: Den Meldebestand berechnen ist leicht – ihn aktuell halten macht den Unterschied
Die Formel für den Meldebestand passt in eine Zeile, und mit dem Rechner hast Du den Wert in einer Minute. Den Unterschied machen die Eingaben: ein ehrlicher Durchschnittsverbrauch, eine Wiederbeschaffungszeit inklusive Bestellung und Einräumen und ein Sicherheitsbestand, der zum Risiko passt. Wer die Werte je Lagerort hinterlegt, Entnahmen sofort bucht und die wichtigsten Artikel einmal im Quartal überprüft, hat Nachschub, der sich von selbst meldet.
Aktualisiert im Oktober 2026.
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